Ein Kommentar von Prof. Andreu Ginestet zu einer Aussage des Ehemaligen NATO-General Kujat zu Syrien

Ehemaliger NATO-General Kujat zu Syrien

Die friedliche Lösung in Syrien sieht nicht so aus wie Herr Kujat oder andere Europäer es gerne möchten.  Unsere Logik sieht Kompromisse und freie Wahlen vor. Deren Logik sieht einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod vor zwischen Laizismus und einem säkularen Staat der Raum für Vielfalt beinhaltet und einer radikal islamischen Herrschaft wie sie sich im ganzen Nahen Osten anbahnt. Es geht hier um den Kampf zwischen faschistischen religiösen und bisher erworbenen demokratischen Strukturen. Deswegen liegt Herr Kujat falsch, auch wenn er es gut meint.

Die Lösung besteht darin beide Parteien durch Aufklärung und Mediation dazu zu bringen für ihre Zukunft gemeinsam gegen das Gewaltsystem und für das Leben einzutreten, was bedeutet das beide Parteien Kompromisse machen um den Sprung aus dem Gewaltsystem raus zu schaffen. Das hat nichts mit dem zu tun, was Herr Kujat vorschlägt

Weder Herr Kujat noch sonst jemand am Verhandlungstisch ist auch nur in Ansätzen ausreichend qualifiziert um diese Arbeit zu leisten. Die Personen die dazu in der Lage sind, sind aber bekannt.

Die Bundesregierung kennt die Personen die in der Lage wären diese Arbeit zu leisten. Aber die Bundesregierung will diese Personen nicht einsetzen, denn damit würde sie das Spiel mit der Gewalt besiegeln und beenden. Dies würde zum erlöschen der Privilegien eines feudalen Kapitalismus führen und alle persönlichen Vorteile der jetzt herrschenden Politik wären damit Geschichte. Die Frage ist ob die Privilegierten selbst allein dafür verantwortlich sind, oder ob es noch mehr Personen gibt die damit zu tun haben. Verfolgen wir diesen Gedanken.

Die Chance bestand in Afghanistan diesen Ansatz auszuprobieren. Die damalige Bundesregierung hat die von Admiral James Stavridis persönlich auserwählten Personen um den Frieden in Afghanistan zu ermöglichen nicht in der Form unterstützt, damit diese Personen die einen echten Wandel hätten herbei führen können nicht mal einen Fuß in Kabul setzen. Das soll nicht als Anklage gegen die Bundesregierung gewertet werden. Es gibt viel Dringenderes zu tun als Fehler aus der Vergangenheit zu ahnden: wir haben etwas zu verhindern und etwas zu ermöglichen

Das was in Afghanistan zwischen dem SACEUR und der Regierung in Kabul besprochen wurde wurde von der Bundesregierung nicht ermöglicht. Zu fragen wäre ob dies geschah weil die Bundesregierung nicht wollte dass Frieden eintritt. Damit wäre die jetzige Haltung der Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage, in der Wirtschaftspolitik und der damit verbundenen Kulturpolitik schlüssig und klar. Die Personen die derzeit in der lage wären die Verhandlungen in Genf für Syrien zum positiven hin zu wenden werden nicht von der Bundesrepublik unterstützt oder gefördert. Warum?

Die Bundesrepublik Deutschland betreibt massiv Waffenhandel. Damit ist aber nicht genug ausgesagt worden. Die Zivilklausel an und für Universitäten die ein in den Landesgesetzen bestehen und sofern sie umgesetzt würden, dazu führen würde dass Hochschulen in Deutschland nur für den Frieden arbeiten, werden aktiv oder passiv sabotiert und hintertrieben. Dazu liegen der Öffentlichkeit eindeutige Aussagen vor. Das bedeutet nicht dass wir eine eindeutige Rechtslage haben die es uns erlaubt viele Menschen anzuzeigen und juristisch zu verfolgen, darunter auch Regierungsmitglieder. Das Problem wäre dann auch, dass die Menge der angeklagten Personen ziemlich unendlich wäre und wir selbst im juristischen System Freunde der derzeitigen Politik mit dem Gewaltsystem haben. Wir wollen nicht auf solch eine Aussage hinaus.

Wir wollen darstellen dass ebenso wie in der Türkei die Türken eine für uns angeblich nicht verständliche Politik und Wirtschaft wählen, die Deutschen das gleiche tun, sich dabei noch toll fühlen und so eklatant an der Nase rum geführt werden, dass die Türken nur darüber lachen können.

Die Lösung des Dilemma besteht nicht daraus dass wenige kluge Köpfe ganze Arbeit leisten. Die Lösung besteht darin, dass die deutsche Bevölkerung den politischen Willen entwickelt sich von dem Gewaltsystem zu lösen, sich davon zu emanzipieren. Sowohl das juristische wie auch das politische System spiegeln exakt das wie eine Gesellschaft sich entwickelt. Was wir erleben haben wir sehr wohl verdient.

Wir dürfen demnach unserer Bundeskanzlerin sehr dankbar dafür sein, dass sie uns aufzeigt wie dumm und pervers die derzeitige Gemengelage Lage ist. Es geht hier nicht um einzelne Personen, sondern um kritische Massen. Wir dürfen ihr dankbar sein, dass sie alles tut um die Katastrophe zu beschleunigen. Damit hält sie uns einen ehrlichen Spiegel vor dessen was wir sind.

Ich schließe mich ein, weil ich mich nicht aus der Haftung für dieses Versagen entziehen möchte. Auch ich erziele mit meiner Friedensarbeit nur Teilerfolge, die nicht ausreichen um in Deutschland -70 Jahre nach dem Krieg- eine friedliche Wende herbei zu führen. Frau Merkel ist eine Wissenschaftlerin die auf ihre sehr nüchterne und kalte aber ernste Art und Weise ein Experiment mit der Substanz Mensch konsequent durchführt. Das Experiment wird auch bis zum vollständigen Scheitern durchgeführt werden. So sind Wissenschaftler nun mal eben. So ist auch die Bevölkerung in Deutschland und bekommt exakt das, was sie sich wünscht.

Mein Vorschlag bleibt der gleiche: wir arbeiten so lange wie es geht und solange wir können und wollen daran eine kritische Masse in der Bevölkerung zu haben, die einen echten Frieden mit Arbeit erzeugt, aus sich heraus.

Auch ich bin Wissenschaftler und bereit zu scheitern. Angela Merkel gegen Andrés Ginestet. Wer gewinnt? Das entscheiden nicht ein einzelner Professor wie Andrés Ginestet oder Angela Merkel. Das entscheidet der Leser und Kommentator.

Prof. Andreu Ginestet

Das Wissen dazu wie eine Emanzipation von der Gewalt und ein echter Frieden erzeugt werden sind bereits veröffentlicht.

future or Future

Future as future

 

Or how to create a future that deserves the qualification of Future

 

Future is to the present a concept that is very simply derived of
constraints. As long as the system of violence determines reality in the
present, the system of violence also determines the future, and this mainly
means that there is no Future.

 

What remains? Constraints, biological and
mathematical, are left.

 

To the present future exists, but Big Future does not exist.

 

Future can only be if there is freedom for the future to manifest. As
long as trauma rules human attitude, future is nothing but the repetition of
traumatic attitudes derived from epigenetic imprinting on human brains. This is
pure biological determinism. Any author insisting on reality being impregnated
by violence[1]
confirms that humans are mere biological machines, simple complexity patterns
that have no self-determination. While this may be an option, it certainly is
an option that needs to be revised. Medical doctors point at the fact that many people state that violence has to be, because it is part of being human. The same medical doctors state then that this sort of statement is a good indicator for mental illness, as the patients do not seem to understand that talking this way implies that violence may hit the speaker first.

 

As we have shown in previous documents, human liberty, freedom of action
only exists if the system of violence does not inhibit human functions. As long
as i.e. empathy is temporarily switched of on the epigenetic level, 50% of all
options for human behavior are switched of. This leads to a poor reality, a
reality that in terms of contingency is only 50% of what it would be if empathy
is at work. Human liberty does not exist. Beyond the mathematical appreciation
of these facts, we need to assume that the quality of the future we’re
discussing simply is violent and biologically determined. This is exactly the
opposite end of humanity and it is the opposite end of what we describe as
Future.

 

The future is by now a mere succession of events, which lead to a new
form of coexistence between contingency (human existence and attitudes) and the
system of violence. Future instead would be a notion that would include that a
proportional reduction of the impact of violence on human behavior allows for a
substantial and relative growth in self-determination and liberty. We describe
this future as Future. In economic terms, this is the equivalent of a reduction of transaction costs as described by Douglas C. North.

 

The COBAWU strategy designed in terms of 7 notions for peace education
is thought to stabilize the option for the existence of a Future instead of a
future. Only a critical mass of people understanding the issue will transcend
into the future and only a critical mass out of the first will transcend into a
Future that is worth describing as such.

 


[1] This is true for most thinkers and authors who visualize violence as
being a permanent constraint to human attitude. Some exceptional authors
understand violence as a possible option that may vary in intensity and quality
allowing for a relative freedom, which never is expressed in absolute terms,
but in victimological terms.

Why is a one-world government doomed to fail in good complexity-governance?

Why is a one-world
government doomed to fail in good complexity-governance?

 

As described by most complexity theory writers as early as in the 1990’s
[1]
our complexity threshold was reached around the year 1995. Since then
complexity goes on growing to a point at which even big entities like NATO
understand that they are not able to run complexity governance without a large
and qualified participation of civilians. Only few individuals think they can
force a One World principle upon humanity with force and violence, and as ever,
these individuals are detached from reality. The times in which great emperors
like Alexander had any thing to say are gone. And even Alexander the Great only
managed one target that survived himself and his empire: the only thing that
survived was the rich and constructive complexity
pattern
he carried with himself during his conquests. The rich Greek
culture that derived its influence in all cultures visited by Alexander
survived by large the ambition of empire. What counts? The complexity pattern,
the culture is what counts.

 

The quality of complexity is such that single individuals are not
capacitated to run complexity governance. It is simply too complex. For this
reason, new structures like Complexity-Governance-Grids need to be set. Before
such a grid can come into life a critical mass of citizens on the globe will
need to gather complexity governance skills. The World Grid of Complexity
Observatories has been founded as the root of this move.

 

Single individuals not only do not stand a chance to run complexity
governance, they are completely overwhelmed when they try to take control.
Their despair is transformed in anger and as long as they have enough power
they’re a danger to humanity, because they can be very violent and destructive.
In order to make the planet a safe place, these powerful individuals (mostly
the owners of capital) need to either give away their power or be dispossessed.
Their wealth needs to be distributed, but in a way that allows for complexity
governance of the overall. This includes a strategy to lower the impact of
trauma on planet earth below 20% average impact in any given society. Further
goals are to be published by complexity architects.[2]
Complexity architects have always existed and have always guided society to a
new form of being. Most of them were not aware of the quality of their doing.
This has changed since thinkers like
Yaneer Bar-Yam publish.

 

Science development has reached maturity regarding the core structure of
life itself by unveiling basic rules for complexity development. This knowledge
cannot be buried deep under the cover of ignorance any more because of the way
knowledge spreads in the Internet.

 

The rule of force is a grotesque atavism of backwards-ignorant losers
who face their own fate in their own terms. Any use of force is punished with
violence because complexity emergence does not allow for a different outcome. Those
abusing others yesterday pay today their deeds. They seem to ignore the
process, knowingly.

 

In the terms of constructive and active peace, violence has been banned
long ago. It’s all a matter of time and critical masses of people understanding
this new and welcome evolution.

 


[1] Complexity Rising: From Human Beings to Human Civilization, a Complexity
Profile
, Yaneer Bar-Yam

New England Complex Systems Institute, Cambridge, MA, USA a(Dated: December, 1997)